Am 16. Juni 2026 verstarb Hans Junge. Mehr als 30 Jahre engagierte er sich im Westlichen Ringgebiet. 20 Jahre war er als Sozialarbeiter beschäftigt. Im Ruhestand kümmerte er sich seit 2012 mit kostenloser Beratung um Menschen aus dem Stadtteil. Doch sein Engagement ging weit über seinen Dienst hinaus. Angetrieben von einer unerschütterlichen Sehnsucht nach Gerechtigkeit, kämpfte er unzählige Kämpfe im Stadtteil. Als langjähriger Sprecher der Stadtteilkonferenz engagierte er sich für einen lebendigen Frankfurter Platz – ohne Autoverkehr, und ohne Nazis. Er kämpfte für Busanbindungen, bezahlbare Wohnungen und die Gemeinwesenarbeit im Stadtteil. Er war fachkundig und präzise, und dadurch ungemütlich für die Politik.

Er wird fehlen als Stimme des Stadtteils, als kritischer Beobachter der Sozialpolitik, als Moderator, Mutmacher und Antreiber – als Kraftwerk des Westlichen Ringgebiets.
Im Quartierszentrum „Hugo-Luther-Straße“ liegt ab sofort ein Kondolenzbuch aus, in dem Erinnerungen, Wünsche und Dank hinterlassen werden können. Das Buch wird anschließend der Familie von Hans Junge übergeben.


Text: Jakob Timmermann für die Stadtteilkonferenz